Protokoll der VORSTANDSSITZUNG vom 6. August 2010

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1. Zuschüsse für Juniorinnen und Junioren bei regional oder Österreich weit geschützten Turnieren

Spielerinnen und Spieler, die dem Juniorenkader angehören, werden bei regional oder Österreich weit geschützten Turnieren vom ÖBV finanziell unterstützt:

  • Das Nenngeld wird bezahlt, so sie mit anderen Junioren spielen oder mit guten Spielern, von denen sie etwas lernen können.
  • 20 Euro wird pro Nacht für die Unterkunft beigesteuert.
  • Ein Reisekostenzuschuss wird bewilligt, maximal in der Höhe eines Juniorentickets.

Juniorinnen und Junioren, die dem Kader nicht angehören, können ebenfalls um Zuschüsse ansuchen.

Diese Zuschüsse werden so lange bewilligt, als das dafür vorgesehene Budget nicht überschritten wird.

Die Zuschüsse können eingestellt werden, wenn die Spielerinnen und Spieler nicht an den Kadertrainings teilnehmen bzw. mit ihren Partnern nicht regelmäßig spielen.

Der ÖBV-Vorstand ist dankbar, wenn Klubs Juniorenermäßigungen vergeben bzw. Nenngeldgutscheine für junge Spielerinnen und Spieler zur Verfügung stellen.

2. Nenngeldzuschüsse für die WM in Philadelphia (Anfang bis Mitte Oktober)

Das Budget wurde durch die Bewerbe in Oostende erheblich belastet. Deshalb können keine Versprechungen gemacht werden, solange die Anzahl der bei der WM antretenden Österreicher nicht klar ist.
Österreichische Paare bzw. Teams, die in Philadelphia spielen wollen, können beim ÖBV-Vorstand um Nenngeldzuschüsse ansuchen (unter Angabe der Spieler und der Bewerbe). Der ÖBV-Vorstand wird dann beschließen, ob und in welcher Höhe Zuschüsse gewährt werden und ob diese von Platzierungen abhängig gemacht werden.

3. EBL-Players-Committe

Doris Fischer informiert den Vorstand darüber, dass die Aufgaben jenes Gremiums, in das sie gewählt wurde, noch nicht klar definiert sind, dass es aber vorwiegend darum gehen würde, die Wünsche von an Europameisterschaften teilnehmenden Spielerinnen und Spielern z. B. in Bezug auf Beginnzeiten, Anzahl der gespielten Boards, Modus usw. zu erheben.

4. Diamond Cup 2011

Der ÖBV-Vorstand möchte den Wünschen der am Diamond-Cup-Finale 2010 teilnehmenden Spielerinnen und Spielern insofern entsprechen, als ein weiterer Event am darauf folgenden Tag stattfinden soll. Angedacht wurde ein Imp-Turnier. Endgültige Beschlüsse sollen nach Einbeziehung der Planungsgruppe vom Vorjahr gefasst werden.
Die vorgegebene Anzahl der sich in den Vorrunden qualifizierenden Paaren soll leicht angehoben werden. Das Movement soll eine höhere Boardanzahl gewährleisten. Wenn ein Paar, das sich qualifiziert hat, ausfällt, soll jenes Paar nachrücken, das den nächstbesten Platz gemacht hat und es darf auch der Partner nicht ausgetauscht werden. Jeder Verein darf maximal zwei Vorrunden-Turniere ausrichten. Paare können an beliebig vielen Vorrunden teilnehmen.

5. Kurse für Bank-Austria-Kunden im Herbst

Die im Mai/Juni von „my training“ für Bank-Austria-Kunden angebotenen und von geprüften Bridgelehrern geleiteten Schnupperkurse kamen gut an. Im Herbst sollen wieder Schnupperkurse veranstaltet werden; „my training“ ist auf Grund der ausgezeichneten Trainer-Berwertungen durch die Seminarteilnehmer an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem ÖBV interessiert; der ÖBV-Vorstand erhofft sich die Erschließung neuer potenzieller ÖBV-Mitglieder.

6. Bericht des Kapitäns des Open-Teams von der EM in Oostende

Der von Tommy Burg verfasste Bericht wird an die Vorstandsmitglieder zum Studium weitergeleitet und in der nächsten Sitzung besprochen.

7. Erstellung einer Datenbank österreichischer Bridgespieler von bridgesportlichem Interesse

Eine auf der ÖBV-Homepage implementierte Datenbank wird in Auftrag gegeben. Ab 2011 sollen im Abstand von ca. zwei Wochen österreichische Bridgespielerinnen und Bridgespieler vorgestellt werden, die entweder durch große sportliche Erfolge oder sonstige Verdienste um den österreichischen Bridgesport von Bedeutung sind. Ebenfalls sollen auch weniger routinierte Spielerinnen und Spieler, die durch einen außergewöhnlichen Erfolg von sich reden lassen, präsentiert werden.
Dieses neue Informationsangebot gestaltet ein lebendigeres Bild der österreichischen Bridgeszene und widerspiegelt internationale Erfolge oder Engagement in höherem Maße als die bloße Meisterpunkteliste. Diese Datenbank dient indirekt auch einem breiteren Publikum als Informationsquelle über das aktuelle Turniergeschehen.
Die Interviews werden von Bernd Saurer gemacht, der auch die Berichte gestaltet. Die befragten Personen haben die Möglichkeit, das fertige Portrait vor der Veröffentlichung einzusehen.

8. Nachträglich gut geschriebene Meisterpunkte für neue ÖBV-Mitglieder

Der Finanzreferent des ÖBV, Alfred Fleischmann, hat einen Entwurf ausgearbeitet, mit dessen Hilfe ein altbekanntes Problem gelöst werden soll.
Es soll möglich werden, dass eine Spielerin/ein Spieler, die/der noch nicht Mitglied eines Vereins bzw. noch nicht beim ÖBV gemeldet ist und bei einem Turnier Meisterpunkte erzielt, diese Punkte nachträglich gutgeschrieben bekommt, wenn die Spielerin/der Spieler noch im selben Quartal dem Verein beitritt und beim ÖBV angemeldet wird. Dazu ist ein Formular notwendig, dass die Klubs erhalten werden und das der Turnierleiter an die Spielerin/den Spieler weitergibt. In dieses Formular werden die erzielten Meisterpunkte des Quartals eingetragen und vom Turnierleiter unterschrieben.
Die Klubs werden diesbezügliche genaue Informationen im Verlauf der kommenden Monate erhalten. Die sog. Meisterpunkte-Meldeformulare werden mit der Post zugeschickt.

9. Meisterpunkte für Turniere mit geringer Boardanzahl

Aus gegebenem Anlass wurde entscheiden, dass ein Klub, der Turniere für Neueinsteiger organisiert, die auf Grund der mangelnden Routine der Teilnehmer nicht die übliche Boardanzahl enthalten können, auch Meisterpunkte für das Turnier vergeben darf.

10. Junioren- und Schüler-Kadertraining sowie Übungswochenende für die Minibrige-Spieler und die Gruppe „Lizit for Kids

Am 25. und 26. September wird es erstmals ein Trainingswochenende geben, bei dem Kinder, Jugendliche und Junioren ihr Bridgekönnen verbessern sollen. Ein Teil des Teilnehmerfeldes wird am Samstag am Christian-Bernscherer-Turnier teilnehmen, die Hände werden am Sonntag besprochen. Ziel dieses und noch weiterer geplanter Wochenenden soll sein, Kontinuität in das Schüler- und Juniorenbridge hineinzubekommen, das Interesse sowie das Bridgekönnen der jungen Leute zu fördern und letztendlich auch Kader zu formieren.
Der ÖBV-Vorstand hofft, nach langjähriger Pause, 2011 nicht nur ein Junioren-, sondern auch ein Schülerteam zur EM entsenden zu können.
Ein Bewertungssystem soll die Konkurrenz untereinander ankurbeln und den Spielerinnen und Spielern zeigen, wo sie stehen und welche Chancen sie auf die Aufnahme in einen Kader bzw. in ein Nationalteam haben. Für diese Bewertung werden u. a. die regelmäßige Teilnahme an Kursen, an Trainings und an Turnieren herangezogen.
Für die Organisation verantwortlich sind Margit Schwarz, Helga Stigleitner, Doris Fischer und Dieter Schulz. Sie danken in diesem Zusammenhang allen, die sich um die jungen Leute bemühen, wie z. B. Elisabeth Meingast, Stephan Kacnik, Edi Schnöll, Helmuth Ölsinger, Georg Engl und allen, die ihre Mitarbeit angeboten haben.

Doris Fischer