PROTOKOLL

der ordentlichen Generalversammlung des
Österreichischen Bridgesportverbandes
vom 21. 3. 2004 in den Räumen des
Club 17 – Bridge mit Freunden, 1010 Wien, Biberstraße 9.
Beginn: 11.30 Uhr
Vertretene Verbandsmitglieder und deren Delegierte:

Klub
Austro American Bridge Club
Akademischer Bridge-Club
BC Amateur
BC CF
Wiener Stadtklub
BC Austria
BC Belvedere
Vienna Bridge Club
BC Wien
Bridgeklub Schleifmühle
BC Maccabi
Bridge mit Freunden
BC Burgenland
Bridgesportclub BCP
Klosterneuburger Bridgeclub
Herres BC – Bruckneudorf
BC Leoben
bridgecentrum.at
BC Innsbruck
HSV Bridge-Club Wels
Stimmen
1
4
1
1
1
31
3
4
11
5
1
9
2
10
8
3
2
1
6
2
vertreten durch
Mag. Michael Hahn
Helga Stigleitner
DDr. Hans-Richard Grümm
Dr. Gavriel Unger
Dipl. Ing. Christian Felderer
Günter Plachetzky
Susanne Schnitzer
Dr. Karl Rapf
Dr. Angelika Binder
Erich Loidl
Gerhard Pollak
Kurt Schulhof Sen.
Karin Heger
Friedrich Herold
Karl Fostel
Dr. Karl – Heinz Smetan
Ing. Hermann Lenger
Markus Jerolitsch
Maria Erhart
Dir. Horst Kirchgatterer

 

Vorstand
Dr. Donna Schiller
Jörg Eichholzer
Bernard Utner
Christine Thoman
Mag. Martin Leiter
Ing. Alfred Fleischmann
Mag. Doris Fischer
Mag. Georg Engl
.
Präsidentin
Verbandskapitän
Sportreferent
Finanzreferentin
Juniorenreferent
Seniorenreferent
Damenreferentin
Vizepräsident

Weitere Anwesende:

Von der Führung einer Anwesenheitsliste wurde aus zeitlichen Gründen Abstand genommen.

•  Begrüßung durch die Präsidentin

Frau Schiller begrüßt die Delegierten und alle anderen Anwesenden. Von 166 Wahlberechtigten sind 106 anwesend, die Beschlussfähigkeit ist somit erreicht.

In einer Gedenkminute wird Joschi Möser betrauert, der letzte Woche verstorben ist.

Herr Singer erklärt, dass für die von Herrn Grümm beantragte Statutenänderung mindestens die Hälfte der Klubs – also 21 Klubs – anwesend sein sollte. Da nur 20 Klubs anwesend sind, wird der Antrag auf die Statutenänderung nicht behandelt.

Die Tagesordnung wird wie folgt geändert: Die Anträge 2-4 des BC Amateur werden unter der Wahl des Vorstandes behandelt.

•  Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Generalversammlung vom 30. März 2003

BC Amateur stellt den Antrag auf Genehmigung des Protokolls des Vorjahres. Das Protokoll wird ohne Verlesung einstimmig genehmigt.

•  Geschäftsbericht des Vorstands

Damenreferat:

Frau Fischer berichtet, dass es im Jahr 2003 zwei Damenveranstaltungen gegeben hat.

Im August 2003 fand ein Camp auf der Burg Plankenstein statt, bei dem 30 Damen vier Tage lang ihre Bridgekenntnisse vertiefen und erweitern konnten.

Im November 2003 wurde die Damenpaarmeisterschaft in Wien abgehalten. Doris Fischer bedankt sich bei Susanne Kriftner, Birgitt Lorenz und Susanne Schnitzer für die Organisation und ebenso bei all den anderen, die ihre Freizeit für diesen Bewerb zur Verfügung gestellt haben.

Seniorenreferat:

Herr Fleischmann berichtet, dass alle Senioren derzeit erfasst werden. Mitte des Jahres 2004 soll das Seniorenchampionat und die Senioren Rangliste ins Leben gerufen werden.

Alle Senioren erhalten dann eigene Championatspunkte, geplanter Start ist der 1. Juli 2004.

Herr Schulhof fragt, welche Meisterpunkte Kategorien die Championats Teilnehmer erhalten. Herr Fleischmann erklärt, dass die Meisterpunkte Kategorien für die Championats Teilnehmer Bronze, Silber, Gold, Platin und Diamant lauten werden. Es sollen auch die Jahressieger pro Kategorie ermittelt werden.

Herr Schulhof meint, dass dadurch eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geschaffen werde und schlägt vor, neue Senioren gleich in der Kategorie Treff starten zu lassen. Herr Fleischmann erwidert, das Championat bietet die Möglichkeit – getrennt von der normalen Meisterpunkte Sammlung – schnell nach vorne zu kommen. Er verweist darauf, dass es international üblich ist, für die Senioren einen eigenen Bewerb zu schaffen.

Frau Schiller lädt Herrn Schulhof ein, an der Diskussion über den Senioren Bewerb teilzunehmen.

Herr Plachetzky stellt fest, dass mit der Grenze von 55 Jahren der Bewerb für 90% der Bridgespieler ist und dass jedes Hausturnier ein Seniorenturnier ist.

Herr Fostel meint, da das Pensionsalter 65 Jahre beträgt, sollte man auch das Seniorenalter hinaufsetzen.

Herr Lindermann erklärt, dass die EBL das Alter stufenweise hinaufsetzt. In fünf Jahren wird ein Spieler erst ab 60 Jahren als Senior gewertet.

Verbandskapitän:

Im Jahr 2004 gibt es zwei große Bewerbe – die Europameisterschaft in Malmö und die Olympiade in Istanbul. Bei der Europameisterschaft und bei der Olympiade gibt es Bewerbe für das Open-, Damen- und Seniorenteam.

Herr Eichholzer berichtet, dass der Damenkader, da einige Partnerschaften nicht mehr bestehen, aufgelassen wurde. Von den anfangs sieben Paaren des Open – Kaders spielen noch vier Paare. Im Senioren – Kader sind drei Paare gemeldet.

Herr Eichholzer berichtet von dem Beschluss, dass – obwohl der Damenkader aufgelöst wurde – beide Damenbewerbe beschickt werden. Zu der Europameisterschaft werden die Paarungen S. Kriftner – J. Smederevac und I. Grümm – T. Weigkricht entsendet; als Ersatzspielerin fährt Ad. Gogoman mit.

Zu der Olympiade werden die drei Paarungen M. Erhart – S. Terraneo, I. Grümm – T. Weigkricht und S. Kriftner – J. Smederevac Österreich vertreten.

Maria Erhart erläutert, dass sie nicht spielt, wenn keine Chance besteht und dass sie nicht die Absicht hat, zwei Bewerbe zu spielen.

Herr Eichholzer erklärt, dass für das Open – Team bei der Europameisterschaft auf Grund der Ergebnisse und des Beobachtungszeitraumes die Paarungen J. Simon - C. Terraneo, D. Fischer – B. Saurer und M. Schifko – S. Wernle entsendet werden. Als Kapitän fährt Herr Jadali mit.

Herr Eichholzer berichtet, dass bei den Damen kein Kapitän mitfährt, da es keinen gemeinsamen Wunsch gibt. Frau T. Weigkricht ist als "Playing Captain" ernannt worden.

Herr F. Babsch fragt, ob dem Verbandskapitän bekannt sei, dass zum Zeitpunkt der Aufstellung Herr Jadali nicht Verbandsmitglied war. Frau Smederevac erläutert, dass Herr Jadali nun Mitglied des bridgecentrum.at ist.

Herr Grümm sagt, dass auch andere Bewerbe 2004 stattfinden.

Herr Eichholzer erwidert, über die Juniorenbewerbe referiert Herr Leiter - der Juniorenreferent.

Jugendreferat:

Herr Leiter berichtet, dass im Jahr 2004 die Europameisterschaft in Prag stattfindet. Allerdings hat sich die EBL bis jetzt noch nicht entschieden, ob zwei oder drei Bewerbe stattfinden sollen – daher gestaltet sich die Zusammenstellung und das Training der Teams als schwierig.

Herr Leiter berichtet, dass die Arbeit und die Trainings von Frau Grümm gute Früchte tragen. Bei der Junioren - Paar – Weltmeisterschaft in Tata im Juli 2003 konnten von den österreichischen Spielern zwei von vier Durchgängen gewonnen werden. Im August 2003 wurde – im Hinblick auf die Schüler Europameisterschaft in Prag - für die Schüler aus Kremsmünster in Plankenstein ein Trainingslager organisiert. Im Februar 2004 fand in den Räumlichkeiten des BCA ein Länderkampf statt, an dem neun Teams, davon sechs Nationalteams aus Europa – darunter auch der amtierende Europameister aus Italien, teilnahmen. Herr Leiter bedankt sich bei Frau S. Grümm für die perfekte Organisation dieses Länderkampfes.

Herr Leiter berichtet, dass in zwei Wochen in Wien ein Schüler Länderkampf gegen die Slowakei stattfindet.

Herr Pollak konnte als Coach für das Junioren Team gewonnen werden.

Herr Leiter berichtet, dass Frau Thomasberger in mehreren Wiener Klubs einen Zirkel für Bridgespieler unter 30 Jahren betreut. Es wird ein Bridge Thema behandelt und anschließend ein Hausturnier gespielt.

Sportreferat:

Herr Utner berichtet, dass per 1. April 2004 eine neue Wettkampfordnung in Kraft tritt.

Für dieses Jahr ist eine Überarbeitung der Meisterpunkteordnung geplant.

Herr Schulhof fragt, welche Sanktionen es geben wird, wenn nach dem Lizit die Lizitkarten nicht liegen gelassen werden. Herr Utner erklärt, dass keine Sanktionen vorgesehen sind, es aber jedem Turnierleiter freisteht, Regel 90 anzuwenden.

Finanzreferat:

Das Geschäftsjahr 2003 schloss mit einem Überschuss von € 19.316 ab. Per 31.12.2003 gehören dem ÖBV 42 ordentliche Mitglieder (Klubs), 7 Reiseveranstalter und 3 Regionalverbände an.

Frau Thoman berichtet, dass dieses gute Ergebnis vorwiegend durch die niedrigen Ausgaben für Auslandsreisen erzielt wurde. Für die 75 – Jahres Feier des ÖBV wurden 2003 € 10.000 bezahlt.

Frau Schiller bedankt sich bei Frau Thoman für ihre Arbeit. Frau Thoman scheidet aus eigenem Wunsch aus dem Vorstand aus.

Vizepräsident:

Herr Engl berichtet, dass Ende 2002 das neue Logo, 2003 die neue Homepage eingeführt wurden. Derzeit ist eine laufende Aktualisierung der Turnierergebnisse nicht möglich, da nicht alle Klubs die Resultate übermitteln. Dasselbe gilt für Turnierankündigungen. Herr Engl nimmt von oben gemachten Bemerkungen vier Klubs, die alle Resultate raschest übermitteln, aus, nämlich den KBC, den VLBC, den VBC und TPB.

Herr Engl berichtet, dass heute eine optisch neue Homepage ins Netz gestellt wird, da fallweise Probleme mit der Bildschirmgröße aufgetreten sind. Herr Engl dankt Frau Gruber, die diese optische Änderung kostenlos durchgeführt hat.

Des Weiteren wird derzeit an einer Datenbank für den Begutachtungsausschuss gearbeitet.

Herr Engl berichtet, dass im Dezember 2003 eine eingeschränkte Ausschreibung, in der drei EDV – erfahrene Personen kontaktiert wurden, für ein neues Rechenprogramm ausgeschickt wurde. Die Angebotsfrist endet am 30. April 2004.

Herr Engl berichtet, dass die Ausrichtung des Meisterpunkte – Individuals offen ausgeschrieben wurde. Er bedankt sich bei Club 17 – Bridge mit Freunden für die erstklassige Ausrichtung dieses Turniers.

Herr Engl erklärt, dass nun auch alle Staatsmeisterschaften ausgeschrieben werden, da das Starterfeld immer geringer wird und erwartet sich dadurch eine bessere Beteiligung.

Herr Engl berichtet, dass ein Arbeitskreis gegründet wurde, um Fehler, die bei der Landes – Paarmeisterschaften aufgetreten sind, zu analysieren und lösen.

Herr Engl spricht an, dass die Suche nach Großsponsoren bis dato noch nicht erfolgreich war.

Herr Singer weist daraufhin, dass auch die beim Begutachtungsausschuss gemeldeten Partien, die nicht beim EDR angezeigt wurden, auch in der Datenbank abgespeichert werden sollen.

Herr Felderer vermeldet, dass Herr Zwettler alle beim Begutachtungsausschuss gemeldeten Partien auf seinem Computer gespeichert hat.

Ehren- und Disziplinarrat:

Herr Singer berichtet, dass im Jahr 2003 acht Anzeigen zu verfolgen waren. Die Fälle wurden wie folgt erledigt:

Eine Anzeige führte zu einer Strafverfügung mit 1 Monat Sperre, bedingt auf zwei Jahre.

Drei Anzeigen führten zu Strafverfügungen mit verweisen. Die Strafverfügungen wurden ordnungsgemäß im ÖBV BRIDGE AKTUELL verlautbart.

Eine Anzeige wurde nach Einschreiten des EDR und einvernehmlicher Lösung zurückgezogen. Bei einer Anzeige wurde das Verfahren nach eingehenden Recherchen mangels strafbaren Tatbestandes eingestellt. Bei einer Anzeige wurde wegen Geringfügigkeit kein Verfahren eröffnet. Eine Anzeige konnte nicht behandelt werden, weil der Beschuldigte zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht mehr Verbandsangehöriger war.

Herr Singer berichtet, dass derzeit keine offenen Fälle anhängig sind und dass es bis jetzt 2004 noch keine Anzeige gegeben hat.

Herr Gaenger fragt, wieso es kein Verfahren gegen Nicht – Verbands – Mitglieder gibt.

Herr Singer erklärt, dass in diesem Fall der ÖBV keine Jurisdiktion hat.

Präsidentin:

Frau Schiller berichtet, dass das Verbandsvermögen in den letzten zwei Jahren um 22 % gestiegen ist. Seit 1998 ist die Anzahl der Verbandsangehörigen um 5 % gestiegen. Derzeit sind rund 56 % der ÖBV Mitglieder Frauen.

Frau Schiller spricht ihre Anerkennung bridgecentrum.at für die Beschreitung neuer Wege in der Mitgliederwerbung aus, ebenso Club 17 – Bridge mit Freunden, die neue Maßstäbe in der Werbung von Senioren gesetzt hat. Sie schließt daraus, dass man im Wiener Raum auf dem richtigen Weg ist. Weiters berichtet sie, dass die Verbandsskripten großen Anklang finden und das BRIDGE AKTUELL in ein bis zwei Monaten ein neues Design erhalten wird.

Frau Schiller erläutert, dass weiters keine Erhöhung der Umlagen oder Meisterpunkte – Gebühren notwendig ist, und verweist auf die Hilfe des ÖBV in früheren Jahren für den BC Wien und BCA durch die Stundung von Zahlungen.

Frau Schiller berichtet, dass ÖBV Förderungen für Juniorenunterricht, Bridgeseminare und die Gewinnung neuer Verbandsmitglieder nur von wenigen Klubs in Anspruch genommen wurde.

•  Bericht der Revisoren

Der schriftliche Bericht der Revisoren Herrn Thomas Obenbigler und Herrn Alexander Veverka wird von Frau Schiller verlesen.

5/6. Entlastung des Finanzreferenten und des Vorstandes

Herr Schulhof stellt den Antrag auf Entlastung der Finanzreferentin. Dieser wird einstimmig angenommen.

Herr Grümm stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Dieser wird einstimmig angenommen.

7. Neuwahl des Vorstandes

Der Vorstand übergibt den Vorsitz an Herrn Singer als Wahlleiter.

Zum Antrag des BC Amateur stellt Herr Singer fest, dass die Wahlordnung nicht Bestandteil der Statuten ist und somit nicht das Anwesenheitsquorum von der Hälfte der Klubs benötigt. Er berichtet, dass die Wahlordnung aus dem Jahre 1986 stammt, und verliest Artikel 3 über Wahlvorschläge.

Herr Singer erläutert, dass bisher nur komplette Wahlvorschläge für den Vorstand eingebracht und über diese abgestimmt werde. Er stellt fest, dass Wahlvorschläge auch während der Generalversammlung eingebracht werden können, vor allem falls kein Vorschlag die Mehrheit erzielt.

Herr Singer erläutert weiters, dass es nach der derzeitig gültigen Wahlordnung nur die Möglichkeit gibt, über den gesamten Vorstand abzustimmen. Der BC Amateur beantragt nun über jede Funktion einzeln abzustimmen, was acht einzelne Wahlgänge für die Vorstandswahl bedeuten würde.

Herr Grümm begründet nun seinen Antrag. Er erläutert, dass man die Anträge des BC Amateur nur in ihrer Gesamtheit betrachten soll, und spricht von der einmaligen Chance, einen Manager für den Vorstand zu bekommen. Herr Grümm bringt vor, dass der Vorstand, der gute Arbeit leistet, durch weitere Personen erweitert werden soll und bedauert, dass dies nun wegen des Präsenzquorums nicht möglich ist.

Herr Grümm stellt nun den Antrag, über den Posten des Vizepräsidenten einzeln und über den sonstigen Vorstand gesammelt abzustimmen.

Frau Schiller erklärt, dass es mehrere Besprechungen mit Herrn Gauster, Herrn Engl, dem Ehepaar Grümm und ihr gegeben hat. Sie freut sich über alle Personen, die mithelfen wollen. Allerdings muss es nicht sein, dass in einen etablierten, harmonisch arbeitenden Vorstand Personen hineingewählt werden.

Frau Schiller schlägt vor, dass man zuerst mit einer Kooperation beginnen soll. Falls diese Kooperation gute Früchte trägt, wird der Vorstand eine Statutenänderung beantragen.

Herr Grümm erwidert, dass es bei Kontakten zu möglichen Sponsoren besser ist, als Vorstandsmitglied aufzutreten.

Herr Schulhof erklärt, dass er den Vorschlag für nicht so abwegig hält; vielleicht könnte Herr Gauster Sponsoren finden. Herr Pollak meint, man muss zuerst schauen, was Herr Gauster kann. Herr Schulhof erwidert, dass Herr Gauster aus der Privatwirtschaft kommt.

Herr Eichholzer meint, dass Herr Gauster in der Pension schnell vergessen werden kann.

Herr Plachetzky erinnert an einen Vorschlag, den Herr Baratta vor ungefähr zwölf Jahren präsentiert hat, nämlich die Einstellung eines hauptamtlichen Managers für den ÖBV. Herr Plachetzky meint, dass jetzt ein Spitzenmanager für diese Aufgabe verfügbar wäre. Er schlägt vor, Herrn Gauster zu den Vorstandssitzungen einzuladen und ihm einen entsprechenden Titel, wie z.B.: Generalbevollmächtigter oder Manager zu verleihen.

Frau S. Grümm erläutert, dass ihre Arbeit für die Junioren teilweise ineffizient ist, da sie nicht an den Vorstandssitzungen teilnehmen kann und bringt dafür einige Beispiele: Als das Juniorenbenefizturnier im BCA gespielt wurde, fand gleichzeitig – auf Grund der Genehmigung des Sportausschussvorsitzenden – ein Benefizturnier im Club 17 – Bridge mit Freunden statt. Für die Übungsstunden der Junioren und Schüler wird viel Material erstellt. Frau Grümm meint, dass diese Beispiele und Skripten gesammelt werden sollen, um dies auch anderen zur Verfügung zu stellen und führt als Beispiel an, dass Herr Jadali nun vielleicht wieder Material zusammensucht, das vielleicht schon vorhanden ist.

Frau Grümm schlägt vor, dass sich kreative Präsidenten treffen und miteinander diskutieren sollen.

Herr Plachetzky erwähnt, dass in den Niederlanden im Fernsehen ein Bridge – Kurs übertragen wurde.

Frau Grümm schlägt vor, der ÖBV soll in den Bridgekolumnen der Zeitungen ein kurzes Inserat mit Verschickung der Skripten schalten um somit an neue Adressen von Bridge – Interessierten zu gelangen. Frau Grümm schließt nun, damit sie effizient arbeiten kann, muss sie im Vorstand sitzen.

Frau Binder erläutert, dass sie sich im Namen des BC Wien Frau Grümm anschließt. Sie sieht kein Problem in der Erweiterung des Vorstandes um eine PR – Funktion.

Herr Singer stellt fest, dass der ursprüngliche Antrag des BC Amateur auf Einzelwahl nicht nur für die Position des Vizepräsidenten lautet, die nun vorgeschlagene Abänderung wäre somit eine „Anlaßänderung“, was für die generelle Wahlordnung nicht sehr glücklich wäre.

Daher schlägt Herr Singer vor, über einen Kompromiss nachzudenken und empfiehlt, Herrn Gauster und Frau Grümm zur Mitarbeit in den Vorstand zu kooptieren und übergibt dies bezüglich das Wort an Frau Schiller.

Herr Plachetzky erklärt nun, dass - wenn man zwei weitere Personen kooptiert – die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder auf zehn steigt, was einer Statutenänderung entspricht, die erst nach Genehmigung bei der Vereinsbehörde Gültigkeit hat.

Herr Singer erwidert nun, dass eine Lösung mit zusätzlich kooptierten Vorstandsmitgliedern ohne Stimmrecht rechtlich möglich sei.

Herr Grümm verliest nun einen Brief von Herrn Gauster, in dem Herr Gauster über ein Gespräch am 8.2.2004 mit Frau Schiller und Herrn Engl über eine zukünftige Kooperation mit dem ÖBV berichtet. Herrn Gauster erinnerte sich, dass ihm u.a. einen Sitz im Vorstand zugesichert wurde.

Herr Engl erklärt, dass er mit Herrn Gauster wirklich gut befreundet ist. Er bestreitet nicht, dass das Gespräch am 8. Februar stattgefunden hat, allerdings gab es keine Zusage über einen Sitz im Vorstand. Herr Engl erläutert, dass Herr Gauster auch als Nicht – Vorstandsmitglied zur Verfügung steht.

Die Generalversammlung wird für fünfzehn Minuten unterbrochen, damit der Vorstand eine Erklärung formulieren kann.

Nach Wiederaufnahme der Sitzung verliest Frau Schiller eine Erklärung: "Der Vorstand hat für den Fall seiner Wiederwahl beschlossen, Frau Dr. Susanne Grümm und DDr. Wolfgang Gauster ab sofort zu allen ÖBV Vorstandssitzungen einzuladen. Sie haben beratende Funktion, sind aber im Vorstand des ÖBV nicht stimmberechtigt. Beide werden über alle Angelegenheiten des ÖBV entsprechend in Kenntnis gesetzt. Sollte sich die Zusammenarbeit wie erwartet bewähren, schließt der Vorstand nicht aus, bei der nächsten Generalversammlung einen Antrag auf Erweiterung des Vorstandes zu stellen. In diesem Sinne erhofft sich der Vorstand eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des Österreichischen Bridgesportverbands."

Frau Grümm erklärt, dass es nicht geht, dass Herr Gauster als Beirat nicht stimmberechtigt ist.

Frau Schiller erläutert, dass sie über den Titel mit Herrn Gauster persönlich sprechen wird, und nennt Beirat oder General Manager als mögliche Titel.

Herr Singer erläutert, dass der Vorstand Herrn Gauster jeden beliebigen Titel verleihen und mit allen möglichen Befugnissen ausstatten kann.

Herr Fleischmann schlägt vor, dass Frau Grümm und Herr Gauster im Rahmen der Zusammenarbeit Komitees als Vorsitzende führen können; dadurch sind sie berechtigt, selbstständig zu arbeiten und nennt als Beispiel ein Komitee zur Sponsorensuche.

Frau Grümm sagt, das alles muss auch noch mit Herrn Gauster abgesprochen werden.

Herr Engl erklärt, dass Herr Gauster seinen Dienstvertrag um ein Jahr verlängert hat. Herr Engl erläutert, dass man Projektgruppen für den ÖBV einführen kann.

Herr Grümm zieht den Antrag des BC Amatuer zurück.

Der Wahlleiter gibt 103 Stimmzettel an die laut Liste um 13 Uhr 20 anwesenden Wahlberechtigten aus.

Die Auszählung der Stimmen durch den Wahlleiter ergab folgendes Wahlergebnis:

Abgegebene Stimmen 103,

davon gültige Stimmen 102

ungültige Stimmen 1

Für den Wahlvorschlag 101 Stimmen

Dagegen 1 Stimme

 

Der Vorstand nimmt die Wahl an und setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:

Dr. Donna Schiller

Präsidentin

Mag. Georg Engl

Vizepräsident

Bernard Utner

Sportreferent

Jörg Eichholzer

Verbandskapitän

Mag. Doris Fischer

Damenreferentin

Mag. Martin Leiter

Jugendreferent

Ing. Alfred Fleischmann Seniorenreferent

Dkfm. Renate Koschier

Finanzreferentin

Der Wahlleiter übergibt den Vorsitz an den neuen Vorstand.

•  Neuwahl der sonstigen Verbandsorgane

Frau Schiller begrüßt Frau Koschier als Finanzreferentin. Unter dem Vorsitz von Frau Schiller erfolgt die Neuwahl der verschiedenen Verbandsgremien.

Herr Plachetzky stellt den Antrag alle Ausschüsse en bloc abzustimmen. Dem Antrag wird stattgegeben. Die Stimmberechtigten stimmen per Handheben öffentlich ab. Die vorgeschlagenen Gremien werden ohne Gegenstimmen angenommen.

Sportausschuss: Bernard Utner, Ing. Fritz Babsch, D.I. Margit Daschiel, D.I. Thomas Burg, Mag. Christian Terraneo, Markus Jerolitsch; Ersatzmitglied Dipl. Ing. Dietlind Kellner.

Regelausschuss: die Mitglieder des Sportausschusses sowie Dipl. Ing. Dietlind Kellner und
DDr. Hans Richard Grümm.

Ehren- und Disziplinarrat: Dr. Josef Singer, Dkfm. Hans Ehgartner, Dr. Elisabeth Nagele,
Dr. Gerhard Schmidt, Pater Petrus Schuster, Dr. Helge Schmucker.

Begutachtungsausschuss: Dr. Michael Barnay, Dr. Gabriel Unger, Fritz Kubak,
Mag. Bernd Saurer.

Kassationssenat: Dr. Christian Folkmann, Univ. Prof. Dr. Zoltan Vegh.

Revisoren: Thomas Obenbigler, Mag. Alexander Veverka.

•  Beschluss über den Budgetentwurf 2004

Frau Schiller erklärt, dass der Vorstand den Budgetentwurf genehmigt hat. Das für 2004 zu erwartende Defizit beträgt rund EUR 17.000, und ist auf die Durchführung zweier internationalen Meisterschaften in diesem Jahr zurückzuführen.

Frau Schiller erklärt, falls dieser Rhythmus – ein Jahr keine internationalen Bewerbe, ein Jahr dafür zwei Bewerbe - so bleibt, man den Umstieg auf ein Zweijahresbudget in Erwägung ziehen soll.

Frau Schiller erläutert, dass Kostenschätzungen für die Verbandssoftware erst im April bzw. Mai möglich sind. Herr Grümm schlägt vor, man möge auch den Regelausschuss betreffend die Verbandssoftware anhören.

Herr Gaenger äußert den Wunsch, dass auch der eine oder andere Verein, der bereits Software realisiert hat, zur Diskussion eingeladen wird.

Frau Schiller erklärt, dass die Software den Klubs zu einem Unkostenbeitrag zur Verfügung gestellt wird. Die Software soll eine Vereinfachung für die Klubs und das Sekretariat bringen.

Herr Plachetzky stellt den Antrag das Budget zu genehmigen. Dieser Antrag wird ohne Gegenstimme angenommen.

•  Anträge

Es wird nun der Antrag von Herrn Schulhof auf Erhöhung der Auflage des BRIDGE AKTUELL behandelt.

Frau Schiller erklärt, dass die rund 1.100 Exemplare pro Ausgabe inklusive Versand rund 1.200 Euro kosten. Frau Schiller hält es für eine gute Idee, die Stückzahl für Klubs mit Spielbetrieb zu erhöhen und andererseits Klubs ohne Spielbetrieb mit weniger Exemplaren zu versorgen.

Herr Plachetzky meint, dass für einen kleinen Verband von rund 2.000 Mitgliedern ein Luxus ist, zwei Verbandszeitungen zu haben und schlägt vor, diese beiden Zeitungen zusammenzulegen und dann sechsmal im Jahr an die Mitglieder zu verschicken.

Frau Schiller entgegnet, dass im BRIDGE AKTUELL alle aktuellen Informationen über die Klubaktivitäten und ebenso Ausschreibungen von den Großturnieren enthalten sind.

Herr Kirchgatterer regt an, Inserate zu akquirieren und somit die Zeitung zu finanzieren. Er meint, es ist einfacher viele Kleinanzeigen zu erhalten.

Herr Singer erinnert daran, dass es auch einige Mitglieder gibt, die freiwillig EUR 18 pro Jahr bezahlen, damit sie das BRIDGE AKTUELL per Post erhalten.

Herr Gaenger regt an, die Klubs anzuschreiben und sie zu befragen, ob die Auflage genügt.

Es wird nun der Antrag von Herrn Schulhof auf Abhaltung von Turnierleiter- und Bridgelehrerkursen behandelt. Frau Schiller erklärt, dass nach der Ausschreibung eines Kurses geprüft wird, ob er in etwa kostendeckend abgehalten werden kann. Falls dies der Fall ist, findet der Kurs statt, sonst wird er verschoben.

Herr Utner erklärt, dass im Sportausschuss beschlossen wurde, dass A-Turnierleiter und vom Sportausschuss berechtigte Personen, Turnierleiterkurse halten dürfen. Er berichtet, dass die Bridgelehrerordnung derzeit überarbeitet wird.

Herr Plachetzky schlägt vor, dass nicht dieselbe Person den Kurs leiten und die Prüfung abnehmen soll.

•  Allfälliges

•  Herr Plachetzky berichtet, dass auf der Teletext – Seite 724 die Kurse des BCA nicht veröffentlicht wurden, da angeblich kein Platz war. Am Tag darauf wurden aber andere Kurse veröffentlicht. Daher regt Herr Plachetzky an, dass die Teletext – Seite 724 wie das BRIDGE AKTUELL zu behandeln sein soll und alle Inserate im Sekretariat gesammelt werden sollen.

•  Herr Fleischmann bittet nun alle Verbandsangehörigen ihr Geburtsdatum bekannt zu geben. Er ersucht auch die Klubs, die Geburtsdaten ihrer Klubmitglieder zu erheben, da Informationen über die Altersstruktur der Verbandsangehörigen besonders wichtig für das Sponsoring ist.

Herr Schulhof erwidert, dass nicht alle Mitglieder ihr Geburtsdatum angeben wollen und schlägt vor, dass nur Personen, die sich für das Seniorenbridge interessieren, ihr Geburtsdatum bekannt geben sollen.

Herr Fleischmann erklärt, dass es natürlich auch möglich ist, zu sagen, dass man sein Geburtsdatum nicht bekannt geben möchte. Diese Personen werden dann auch nicht mehr gefragt.

•  Herr Gaenger regt an, dass die Stellung der Landesverbände bei einer Überarbeitung der ÖBV Statuten behandelt werden soll, und bietet seine Mitwirkung in einem Auschuss an.

Da keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, dankt Frau Schiller allen Delegierten für ihr Erscheinen und erklärt die Generalversammlung u m 14:07 Uhr für beendet .

A. Redermeier 30. März 2004