PROTOKOLL
der ordentlichen Generalversammlung
des Österreichischen Bridgesportverbandes
vom 30.3.2003 in den Räumen des Bridgeclub Austria,
1010 Wien, Rudolfsplatz 4.
Beginn: 10.30 Uhr

Vertretene Verbandsmitglieder und deren Delegierte:

Klub
Stimmen
Vertreten durch
BC Austria
39
Günter Plachetzky
BC Belvedere
3
Susanne Schnitzer
Vienna Bridge Club
4
Marianne Soukup
BC Wien
11
Josef Paulis
Bridge Klub West
3
Ing. Robert Hubl
BC Maccabi
1
Gerhard Pollak
Bridge mit Freunden
4
Dr. Walter Adam
City-Bridgesport-Club IBM
3
Ing. Alfred Fleischmann
Bridgesportclub BCP
10
Gerhart Pistor
Klosterneuburger Bridgeclub
9
Otto Kleedorfer
Park Bridgeclub Graz
11
Martin Schifko
Stadtklub Klagenfurt
3
Markus Jerolitsch
 
Vorstand
 
Dr. Donna Schiller Präsidentin
Mag. Georg Engl Vizepräsident
Max Buchmayr
Sportreferent
Jörg Eichholzer
Verbandskapitän
Mag. Doris Fischer
Damenreferentin
Mag. Martin Leiter
Jugendreferent
Kurt Schulhof sen.
Seniorenreferent
Christine Thoman
Finanzreferentin

Weitere Anwesende:
Von der Führung einer Anwesenheitsliste wurde aus zeitlichen Gründen Abstand genommen.

1. Begrüßung durch die Präsidentin

Frau Schiller begrüßt die Delegierten und alle anderen Anwesenden. Von 168 Stimmen sind 110 vertreten.

2. Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Generalversammlung vom 17.02.2002
Auf Antrag der Präsidentin wird das GV-Protokoll ohne Verlesung einstimmig genehmigt.

3. Geschäftsbericht des Vorstands
Frau Schiller verweist auf die ausführliche Präsentation über das Jahr 2002 bei der gestrigen Präsidentenkonferenz sowie den an alle Klubs verteilten Geschäfts­bericht und bittet Frau Thoman um ihren Kommentar zum Jahresabschluss.
Frau Thoman erklärt, die Einnahmen und Ausgaben seien stabil, nur die Ausgaben für das ÖBV Aktuell sind aufgrund höherer Kopierkosten und –volumen gestiegen.
Herr Singer verliest seinen Bericht über die Aktivitäten des Ehren- und Disziplinarrates im 2002. Von 4 Anzeigen wurden 2 eingestellt, 1 wurde durch Verweis erledigt und 1 wurde durch Vermittlung gelöst.

4. Bericht der Revisoren
Der schriftliche Bericht der Revisoren Thomas Obenbigler und Mag. Alexander Veverka wird von Frau Schiller verlesen.

5. Entlastung der Finanzreferentin
Herr Fleischmann stellt den Antrag auf Entlastung der Finanzreferentin. Dieser wird einstimmig angenommen.

6. Entlastung des Vorstandes
Herr Adam stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, mit Dank für die gute Arbeit. Dieser wird einstimmig angenommen.

7. Beschluss über den Budgetentwurf 2003
Frau Thoman erklärt, dass die budgetierten Einnahmen und Ausgaben mit dem Vorjahr vergleichbar sind. Die Aufwendungen für den Spitzensport werden jedoch etwas niedriger ausfallen, da keine internationalen Bewerbe für die Nationalmannschaften geplant sind. Im weiteren berichtet sie, dass eine Vorauszahlung für das 2004 stattfindende 75jährigen Jubiläum im heurigen Jahr fällig ist.
Herr Paulis stellt den Antrag um Genehmigung des Budgets für 2003. Der Antrag wird ohne Gegenstimmen angenommen.

8. Bestätigung der Kooptierung des Kurt Schulhof sen. als Seniorenreferent
Frau Schiller stellt den Antrag um Genehmigung der Kooptierung von Kurt Schulhof sen. als Seniorenreferent. Der Antrag wird einstimmig genehmigt.

9. Anträge
· Frau Schiller verliest den ersten Antrag des Vorstands über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Leon Tintner. Sie erklärt, dass die Verleihung aufgrund des hohen Alters des Herrn Tintners bereits im Herbst 2002 vorgenommen wurde und ersucht um nachträgliche Genehmigung der Generalversammlung. Dieser Antrag wird mit einer Stimmenthaltung genehmigt.

· Frau Schiller verliest den zweiten Antrag des Vorstands über die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Dr. Franz Kriftner. Der Antrag wird mehrheitlich angenommen.

· Zum Antrag des BC Austria über die Umwandlung des Hundeverbots bei Meisterschaften sowie Groß- und Regionalturniere erfolgt eine rege Diskussion.

Herr Singer erklärt, dass der Sportausschuss laut Statuten für Entscheidungen in Turnierbereich zuständig ist. Herr Plachetzky meint, dass eine möglichst hohe Teilnehmerzahl im Interesse aller Veranstalter ist und das Hundeverbot diesem Ziel entgegen wirke. Herr Kleedorfer vertritt die Meinung, dass ein generelles Hundeverbot keine Lösung ist. Herr Singer empfiehlt in die Wettkampfordnung (WKO) § 6 Zif.2, wo alle Ausschreibungs-erfordernisse für Turniere zwingend vorgeschrieben sind, lit. I) Mitnahme von Hunden einzufügen. Herr Buchmayr erklärt, dass der Sinn dieser Regelung war, dem Veranstalter einen Rahmen zu geben. Er schlägt dann als Kompromiss vor, die Ergänzung der WKO vom 1. Juli 2002 so abzuändern, dass das Mitnehmen von Hunden nunmehr bei Staats- und Landesmeisterschaften sowie A und B-Turnieren ausdrücklich verboten wird. Darüber hinaus liege die Entscheidung beim Veranstalter. Herr Plachetzky stimmt dieser Änderung seines Antrags in diesem Sinne zu, er wird in dieser Form von der Generalversammlung genehmigt und an den Sportausschuss zur Einarbeitung in die WKO weitergeleitet.

· Zum Antrag des BC Austria über die Umwandlung des Rauchverbots bei Meisterschaften sowie Groß- und Regionalturnieren ersucht Herr Plachetzky, die Regionalturniere aus dieser Regelung herauszunehmen und diesbezügliche Entscheidungen den Veranstaltern zu überlassen. Herr Buchmayr berichtet, dass Bestrebungen zur Anerkennung von Bridge als Sport bei vielen Organisationen zu einem strengen Rauchverbot geführt haben. Herr Burg informiert, dass der internationale Trend eindeutig in Richtung Rauchverbot gehe. Mehrere Delegierte vertreten die Meinung, die Nichtraucher-Runden haben keinerlei Wirkung gezeigt und eine andere Regelung wäre angebracht. Herr Singer schlägt vor, das Rauchverbot analog zum Hundeverbot abzuändern, d. h. die Ergänzung der WKO vom 1. Juli 2002 so umzuarbeiten, dass das Rauchen nunmehr bei Staats- und Landesmeisterschaften sowie A und B-Turnieren ausdrücklich verboten wird. Bei Teamturnieren soll jedoch das Rauchen in der Klausur weiterhin verboten bleiben, bei Paarturnieren soll ein entsprechendes Movement (z. B. Raucherlinien) geschaffen werden, um Nichtrauchern möglichst entgegen­zukommen.

10. Allfälliges
· Herr Pistor regt eine Umarbeitung der Konventionskarte basierend auf der ACBL „Yellow Card“ an. Es wäre auch eine Möglichkeit die Karten nach System zu kennzeichnen: weiß für Naturale, blau für Naturale mit Abweichungen bzw. rot für künstliche Systeme. Herr Fleischmann weist auf eine Konventionskarte hin, die er vor einigen Jahren entworfen hat und verspricht, ein Muster an den Sportausschuss zu senden. Im weiteren schlägt er vor, eine Konventionskarte mit dem Verbandssystem zu veröffentlichen.

· ÖBV Silberskriptum: mehrere Delegierte ersuchen um Zusendung eines Belegexemplars des Silberskriptums. Das ÖBV Sekretariat wird dies vornehmen, sobald die Beispielhefte fertig sind.

· Herr Paulis fragt nach der Regelung, wobei Teams bei der Wiener Meisterschaft nicht ausschließlich aus Klubmitglieder bestehen müssen. Als Vorstandsmitglied des Wiener Bridgeverbands (WBV), erklärt Frau Soukup die Regelung und meint, dies sei ein Thema für die Generalversammlung des WBV.

· Bridge als Sport: es folgen Anregungen von mehreren Delegierten, die Bemühungen um Anerkennung von Bridge als Sport in den entsprechenden Gremien zu forcieren.

Da keine weiteren Wortmeldungen vorliegen dankt Frau Schiller allen Delegierten für ihr Erscheinen und erklärt die Generalversammlung um 12:30 Uhr für beendet.

Schiller/Engl 12. April 2003