PROTOKOLL
der ordentlichen Generalversammlung
des Österreichischen Bridgesportverbandes
vom 17.2.2002 in den Räumen des Bridgeclub Austria,
1010 Wien, Rudolfsplatz 4.
Beginn: 10.15 Uhr

Vertretene Verbandsmitglieder und deren Delegierte:

Klub
Stimmen
Vertreten durch
Akademischer Bridge-Club
4
Dr. Gerhard Schmidt
BC Amateur
1
DDr. Hans-Richard Grümm
BC CF
1
Richard Wehler Hardt
Wiener Stadtklub
1
Dipl. Ing. Christian Felderer
BC Austria
32
Jovanka Smederevac
BC Belvedere
3
Susanne Schnitzer
Vienna Bridge Club
5
Dr. Hermann Leitner
BC Wien
10
Mag. Michael Gstöttner
Bridgeklub Hütteldorf
4
Karl Grossebner
Verein z. Förderung des Bridgesports
5
Franz Pfeiler
BC Maccabi
1
  Gerhard Pollak
Bridge mit Freunden
1
Kurt Schulhof Sr.
City-Bridgesport-Club IBM
3
Ing. Alfred Fleischmann
Bridgesportclub BCP
10
Gerhart Pistor
Klosterneuburger Bridgeclub
9
Karl Fostel
Mödlinger Bridge Club
4
Bernhard Utner
Herres BC – Bruckneudorf
1
Klaus Köpplinger
Park Bridgeclub Graz
10
Martin Schifko
BC Stolzalpe – Murau
2
Dr. Heribert Spieß
Stadtklub Klagenfurt
3
Markus Jerolitsch
BC Kärnten
2
Andreas Wernle
Bridgeclub Gumpoldskirchen
2
Günter Plachetzky
BC Innsbruck
5
Waltraud Seidel
BC Hohensalzburg
2
Hertha Pouh
Vereinigte Linzer Bridge Clubs
5
G. Wolf Wingelmüller
BC Wels
2
G. Wolf Wingelmüller
Bridgeclub Salzkammergut
5
Dr. Georg Dinstl
Treffpunkt Bridge
6
D.I. Margit Daschiel
 
Vorstand
Dr. Franz Kriftner
Präsident
Jörg Eichholzer
Jugendreferent / Verbandskapitän
Dipl. Ing. Kurt Feichtinger
Sportreferent
Mag. Doris Fischer
Damenreferentin
Dr. Donna Schiller
Finanzreferentin / Vizepräsidentin

Weitere Anwesende:

Von der Führung einer Anwesenheitsliste wurde aus zeitlichen Gründen Abstand genommen.

1. Begrüßung durch den Präsidenten
Herr Kriftner begrüßt die Delegierten und alle anderen Anwesenden. Von 157 Wahlberechtigten sind 139 anwesend, die Beschlussfähigkeit ist somit erreicht.

2. Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Generalversammlung vom 7. April 2001 und der außerordentlichen Generalversammlung vom 10. August 2001
Im Protokoll der ordentlichen GV vom 7. April 2001 wird Punkt 8 wie folgt ergänzt: „Die MPGO wird formal beschlossen.“ Im Protokoll der ao. GV vom 10. August 2001 wird die Überschrift „ordentliche Generalversammlung“ „auf außerordentliche General­versammlung“ korrigiert.
Auf Antrag des Präsidenten werden die GV-Protokolle mit diesen Abänderungen ohne Verlesung einstimmig genehmigt.

3. Geschäftsbericht des Vorstands

Finanzreferat:
Das Geschäftsjahr 2001 schloss mit einem Überschuss von € 7090,- ab. Per 31.12.2001 gehören dem ÖBV 41 ordentliche Mitglieder (Klubs), 4 Reiseveranstalter und 3 Regionalverbände an. Die Finanzlage ist weiterhin stabil und Gebührenerhöhungen sind derzeit nicht erforderlich.
Herr Wingelmüller meint, dass die Abrechnung von ATS 5,50 statt ATS 5 wohl eine Erhöhung darstellt. Frau Schiller erklärt, dass die von der GV 2001 beschlossene MPGO lediglich Anpassungen der Eurobeträge nach oben und unten zwecks Erleichterung der Buchhaltung enthält.
Herr Gänger stellt fest, dass die MPGO Zahlungen sowohl in Euro als auch in Schilling vorsieht, jedoch nur in Euro vorgeschrieben wird, was für den KBC einen beträchtlich höheren Abrechnungsbetrag zur Folge hat. Frau Schiller erklärt, dass die Rechnung beide Währungen ausweist, die MPGO jedoch nicht die Berechnung in ATS sondern lediglich die Bezahlung in ATS vorsieht.

Jugendreferat:
Herr Eichholzer berichtet über die Tätigkeiten in der Juniorenförderung. Es wurde ein OK-Bridge-Account für die Junioren eingerichtet, Nenngeldersatz für Turniere wird geleistet, weiters werden die Junioren durch Frau Thomasberger und Herrn Leiter betreut, es finden auch regelmäßig Donnerstag-Juniorentrainings statt. Herr Eichholzer hat zur Beschickung der Junioren-WM in Stargard Szeszinski versucht, außer den angemeldeten, weitere Spieler aufzutreiben, konnte aber nur sechs weitere Junioren auf der Liste finde, von denen zwei bereit waren, miteinander zu spielen. Er schlägt eine Partnerbörse für Junioren im Internet vor. Die WM wurde mit 6 Paaren beschickt, M. Schifko – A. Gloyer wurden Juniorenweltmeister. Am anschließenden Juniorencamp haben 3 Paare teilgenommen. Für ein weiteres vom BC Austria veranstaltetes Juniorencamp konnten die Flugkosten teilweise übernommen werden.

Die heurige Schüler- und Junioren-WM (Team) ist zu beschicken, bei den Schülern scheint dies auf Grund der geringen Anzahl von Spielern sehr schwierig. Vier Bundesländer haben keinen Spieler unter 25 Jahren gemeldet, und die Gesamtzahl der angemeldeten Junioren beträgt 32. Eichholzer regt eigene Juniorenreferate in den Landesverbänden und Klubs an. Er berichtet auch, dass dieses Problem nicht nur Österreich betrifft, in Deutschland werden Juniorenturniere mit Teilnehmern bis 40 Jahren abgehalten. Eichholzer regt auch die Einführung eines Preises „Schüler (Junior) des Jahres“ an.

Verbandskapitän:
Herr Eichholzer berichtet, daß nur zwei Paare in der offenen und ein Paar in der Seniorenklasse an der Paar-WM in Sorrent teilgenommen haben.

Bei der Team-EM erreichten die Damen den 4. Platz, das Herrenteam den 13. Platz. Ein Vergleichskampf gegen Deutschland in Regensburg konnte gewonnen werden. Ein Damenteam hat am Venice Cup teilgenommen und den 4. Platz von 18 Teilnehmern erreicht.

Auf Einladung des Polnischen Verbandes wurde ein internationales Einladungsturnier in Warschau beschickt und vom österreichischen Team gewonnen.

Zur Qualifikation für die EM 2002:

· Es wurden 46 Spieler eingeladen, woraus sich 8 Paare gefunden haben. Zwei mussten aus beruflichen Gründen später zurücktreten, ein Paar fand kein Komplementär, somit blieben 5 Paare, aus denen sich zwei Teams formierten.

· A.Babsch, W.Bieder, S.Wernle, J.Smederevac haben die Qualifikation mit großem Vorsprung gewonnen. Als drittes Paar hat der Verbandskapitän M. Schifko - A. Gloyer nominiert.

Herr F. Babsch weist darauf hin, dass in zwei Jahren das 75 jährige Jubiläum des ÖBV ansteht, und dass dafür entsprechende Veranstaltungen geplant werden sollten. Kriftner meint, da dies ohnedies schon ins Auge gefaßt wurde.

Damenreferat:

Frau Fischer berichtet, dass sie erst seit April tätig ist. Sie sieht das Spitzenbridge bei den Damen gefährdet, da immer mehr alte Erfolgspaarungen zerfallen, aber der Nachwuchs fehlt. Um dem entgegenzuwirken wurde ein Kader aus 16 Damen gebildet, die regelmäßige Teamtrainings unter der unentgeltlichen Turnierleitung von Herrn Bernscherer abhalten. Mit Kroatien und Deutschland wurde ein Länderkampf abgehalten. Teilnahme am Individualturnier sowie am Lions Benefizturnier. Broschüre wurde erstellt, wodurch auch Sponsoren gewonnen werden konnten. D. Vikor war im Jänner zum Vortrag geladen, dies wird in einigen Monaten wiederholt. Im April ist ein Länderkampf mit Tschechien, Slowenien, Kroatien geplant. Quartiere sind schon vorhanden, die Finanzierung konnte durch Sponsoren gesichert werden und wird den Verband nicht belasten. Es stehen schon 13 Spielerinnen für den Länderkampf zur Verfügung.

Sportreferat:

Herr Feichtinger übergibt den Mitgliedern einen schriftlichen Bericht, den er z.T. mündlich erläutert. Es wird erklärt, dass das jetzt übliche Mischscore in Komiteeentscheidungen keinesfalls bei Hesitation angewandt werden soll.

Wegen der Terminkollisionen wünscht er sich in Zukunft einen besseren Kontakt Veranstalter <-> Sekretariat <-> Sportausschuß <-> Terminkoordinator.

Der Passus über die Ablehnung eines Paares in Ausschreibungen muss lauten: „ein nicht dem veranstaltenden Klub bzw. Verbandsangehöriger kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.“ Gehört ein Spieler oder Paar dem Veranstalterklub oder -verband an, muß die Ablehnung, z.B. durch ein EDR-Urteil, begründet sein. Herr Babsch meint, der Fall Hildebrand war der einzige, seit er Turnierleiter ist.

Mit der Ausrichtung der ÖBV Team-Meisterschaft wurde auch heuer der OÖBV betraut, allerdings mit der Auflage, 8 Teams zu stellen, und zwar so, dass das Movement entsprechend aufgefüllt werden kann. Eine entsprechende Zusage wurde gegeben.

Die Senioren Paar-Meisterschaft wurde wegen zu geringen Interesses am Senioren­bridge im Rahmen der Öst. Paarmeisterschaft abgehalten. Eine deutliche Teilnehmersteigerung an der offenen Paarmeisterschaft war nicht zuletzt dem persönlichen Engagement von F.Basch zu verdanken.

Die schon fast begrabene Damen-Paarmeisterschaft ist durch Bemühung des Damen­komitees wieder zu neuem Leben erwacht. 80 Paare haben teilgenommen. Frau Fischer bedankt sich bei allen, die mitgeholfen haben.

Da die EBL heuer wieder ein Turnierleiterseminar angeboten hatte wurde dieses durch die Herren T.Burg und B.Utner beschickt: Beide haben mit Erfolg abgeschlossen und es wurde ihnen auch in Österreich die A-Turnierleiter - Befugnis erteilt wurde.

Die Befugnis für C- und B-Turnierleiter wird nicht auf Lebenszeit erteilt. Der Nachweis entsprechender Schulungen binnen zwei Jahren ist erforderlich, da sonst die Befugnis entzogen wird. Die meisten Turnierleiter haben sich der Nachschulung unterzogen, für die übrigen wurde die Frist ein letztes Mal bis Mitte des heurigen Jahres verlängert. Im April in Wien und bei der Grazer Bridgewoche werden Schulungen angeboten.

Die Bridgelehrerausbildung konnte noch nicht vereinheitlicht werden, da es seit Jahren nicht gelingt, ein gemeinsames System zu entwickeln. R. Franzel hat sich mit „Forum D“ beschäftigt, welches in Deutschland ca. 90% der Schulung ausmacht. Der SpA möchte ein System auf dieser Basis schaffen und schlägt die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vor. Herr Pfeiler fragt nach der Aktualität der im Bericht erwähnten Regeländerungen. Antwort Feichtinger: Juni 2001 und Dezember 2001, aber noch nicht veröffentlicht.

Präsident:

Auch Herr Kriftner legt einen schriftlichen Tätigkeitsbericht vor. Zu den Berichten merkt er an, dass die Bemühungen zum einheitlichen Bridgeunterricht schon vor Jahren an den Bridgelehrern gescheitert sind. Frau Smederevac merkt an, dass sie nie eingeladen wurde. Weiters erklärt der Präsident nochmals die Regelung für Zulassung zu Turnieren. Der Damenreferentin gratuliert er zu der hervorragenden Arbeit. Er berichtet, dass man
D. Fischer kooptiert habe, damit sie die Ideen der Koordinations­gruppe umsetzen könne. Für jede Arbeit müssen Leute gefunden werden, die sie tun, man muss aber dazu in der Nähe Wiens sein, da nur hier eine ausreichende Anzahl von Bridgespielern existiert.

Der Präsident begrüßt die Bildung von Komitees, wie es durch die EBL vorexerziert wird. Er berichtet, dass er vom Seniorenbridge leider keine positiven Erfolge melden kann. Herr Schulhof meint, er hätte auf seinen an den Präsidenten diesbezüglich gerichteten Brief keine Antworten erhalten, der Präsident wendet ein, er hätte mehrere Briefe geschrieben. Es herrsche wenig Akzeptanz für Seniorenbridge. Herr Plachetzky meint, jedes Hausturnier wäre ein Seniorenturnier. Herr Pistor sagt, kein Senior will Senior genannt werden.
Herr A. Basch meint in Amerika heißt es deswegen „Silber Ribbon“. Der Präsident erkennt aber trotz der psychologischen Widerstände kleine Fortschritte, wie Nenngeldermäßigung, Seniorenpreise, eigene Meisterschaften.

Zum Thema Sponsoring bemerkt Herr Kriftner, dass echtes Sponsoring im Bridge bei uns nicht möglich ist, sondern nur Mäzenatentum. Sponsoring verlangt Gegenleistung, also Medienpräsenz. Deshalb sollte die Aufnahme in das ÖOC möglichst intensiv betrieben werden.

International liefert die WBF positive Bericht in dieser Richtung. Es wurden auch Teilerfolge gelandet, wie z. B. die Urkunde von Herrn Sammaranch aus Soeul. Weiters stehe der neue IOC Präsident Marc Hodler auf Seiten von Herrn Rona (EBL) und Herrn Damiani (WBF). Auch ist es heuer gelungen eine Demonstrationsbewerb im Rahmen der Olympischen Spiele in Salt Lake City abzuhalten. Die Beschickung wurde durch eine Förderung in der Höhe von € 2.180 vom Sportministerium gefördert, wie Vizekanzlerin Frau Riess-Passer mitgeteilt hat. Durch diese Förderung ist implizit ein Fuß in die Türe zum Sport gestellt, die BSO lehnt eine Förderung ab. Herr Pollak meint, er hätte schon vor 18 Jahren ein Sportvisum als Bridgespieler bekommen, und meint, hier hätte es Versäumnisse gegeben. Der Präsident sagt, die BSO erkennt Geistessportarten nicht an. Herr Fleischmann meint, man sollte die Bemühungen mit dem Schachverband, der ebenso um Anerkennung kämpft, koordinieren. Herr Pfeiler schlägt vor, eine Lobby zu bilden. Frau Smederevac sagt, Holland hat Sponsoren und Medienpräsenz, wenngleich nicht olympisch. Ein Marketingkonzept müsste durchgezogen werden. Herr Wingelmüller meint, wir haben kein Marketing. Herr Eichholzer sagt, auf der Internetseite fehlen Links zu Firmen. Herr Pistor sagt, in Wien und Kärnten ist Bridge als Sport anerkannt. Herr Kriftner meint, in Oberösterreich sei dies nicht gelungen. Herr Pfeiler schlägt einen Marketingmann im Vorstand vor. Der Präsident sagt, das ginge auch ohne Statutenänderung durch Beiräte. Herr Engl meint, jetzt wäre die falsche Zeit dies zu diskutieren, jedoch gäbe es Mäzenaten seit Jahren nicht mehr, vielmehr konnte der OÖBV über seine Homepage sehr wohl ein Sponsoring erreichen. Herr Grümm fragt, wie es mit der Anerkennung von Bridge als Sport in Europa steht. Der Präsident meint, er sei nicht ausreichend informiert, jedoch wisse er von Holland, Skandinavien, Italien, dass Bridge anerkannt sei.

Zum Marketingkonzept von Herrn Reifetzhammer meint der Präsident, das schriftliche Konzept habe nicht überzeugt. Da die mündliche Erklärung den Vorstand bei einer Sitzung in Altmünster überzeugt habe, wurde Reifetzhammer eingeladen, vor der Präsidentenkonferenz in Loiben vorzutragen, was dieser aus persönlichen Gründen absagte. Auch zu einem weiteren organisierten Termin in Linz konnte Herr Reifetzhammer nicht kommen. Seither ist nichts mehr geschehen, die Sache sollte aber weiter verfolgt werden.

Schließlich dankt der Präsident allen Mäzenaten, dem Bridgeclub Austria, den Österreichischen Lotterien sowie der Firma Jetfloat (Rohan), der Fa. Kloucek für die Blazer für Salt Lake City, Herrn Dr. Erhart für den Kontakt zu Riess-Passer und bittet um Nachsicht, sollte er jemanden vergessen haben.

Herr Adam fragt an, ob das seinerzeitige Bamberger Skriptum für Bridgelehrer verpflichtend war. Herr Kriftner sagt, dass die Zustimmung durch die arrivierten Bridgelehrer (Zimmerl, Stobl) nicht gegeben war und da keine Sanktionen vorgesehen waren, wurde es sistiert. Herr Schifko meint, A.Lindermann wäre bereit ein System auszuarbeiten, Herr Kriftner verweist an den neuen Vorstand. Herr Gänger regt an, auch eine Fortbildung für Bridgelehrer vorzusehen.

4. Bericht der Revisoren

Der schriftliche Bericht der Revisoren Frau Christine Thoman und Herrn Thomas Obenbigler wird von Herrn Kriftner verlesen.

5/6. Entlastung des Finanzreferenten und des Vorstandes

Herr Pfeiler stellt den Antrag auf Entlastung des Finanzreferenten und des Vorstandes. Dieser wird einstimmig angenommen.

7. Neuwahl des Vorstandes

Der Vorstand räumt den Tisch des Präsidiums und übergibt an Herrn Folkmann als Leiter der Wahlkommission. Herr Folkmann erklärt die Wahlordnung und verliest die zwei vorliegenden Wahlvorschläge.

Anschließend eröffnet er die Diskussion über die Wahlvorschläge. Beide Teams verzichten auf Erklärungen. Es gibt keine Wortmeldungen.

Herr Folkmann erklärt, dass geheim gewählt werden muss und ersucht beide Teams einen Wahlhelfer zu stellen. Team Kriftner entsendet Herrn Wingelmüller, Team 2002 stellt Herrn Dienstl.

Der Wahlleiter gibt die Stimmzettel laut Liste der Wahlberechtigten einzeln aus.

Um 12h10 erfolgt die Auszählung der Stimmen durch den Wahlleiter und die Wahlhelfer.

Es waren stimmberechtigt 157

gültige Stimmen 139

ungültige Stimmen 0

Auf die Liste Kriftner entfielen 55 Stimmen, auf die Liste 2002 entfielen 84 Stimmen.

Der Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen:

Dr. Donna Schiller Präsident
Mag. Georg Engl Vizepräsident
Maximilian Buchmayr Sportreferent
Jörg Eichholzer Verbandskapitän
Mag. Doris Fischer Damenreferentin
Mag. Martin Leiter Jugendreferent
Christine Thoman Finanzreferent

Der Wahlleiter übergibt an den neuen Vorstand. Im Namen des neuen Vorstandes nimmt Frau Schiller als Präsident die Wahl an und bittet alle um Zusammenarbeit.

8. Neuwahl der sonstigen Verbandsorgane

Unter dem Vorsitz des gewählten Präsidenten erfolgt die Neuwahl der verschiedenen Verbandsgremien.

Herr Gstöttner stellt den Antrag alle Ausschüsse en bloc abzustimmen. Dem Antrag wird stattgegeben. Die Stimmberechtigten werden einzeln vorgelesen und stimmen öffentlich ab. Die vorgeschlagenen Gremien werden mit 133 Stimmen bei 20 Enthaltungen angenommen.

Sportausschuß: Maximilian Buchmayr, Ing. Fritz Babsch, D.I. Margit Daschiel, D.I. Thomas Burg, Mag. Christian Terraneo, Bernhard Utner.

Regelausschuß: die Mitglieder des Sportausschusses sowie Christian Bernscherer und
DDr. Hans Richard Grümm.

Ehren- und Disziplinarrat: Dr. Josef Singer, Dkfm. Hans Ehgartner, Dr. Elisabeth Nagele,
Dr. Gerhard Schmidt, Pater Petrus Schuster, Dr. Helge Schmucker.

Begutachtungsausschuß: Dr. Michael Barnay, Gabriele Bamberger, Fritz Kubak,
Dr. Gavriel Unger.

Kassationssenat: Dr. Christian Folkmann, Univ. Prof. Dr. Zoltan Vegh.

Revisoren: Thomas Obenbigler, Mag. Alexander Veverka.

Herr Plachetzky regt eine Statutenänderung an, die es ermöglicht, durch die GV nur mehr den Vorstand wählen zu lassen, der dann in der Folge die Mitglieder der verschiedenen Gremien bestimmt.

Frau Dr.Schiller dankt dem scheidenden Präsidenten für seine langjährigen Dienste, sowie dem alten Vorstand für seine Tätigkeit.

9. Beschluß über den Budgetentwurf 2002

Frau Schiller erklärt, dass der Budgetentwurf auf Basis der Vorjahreszahlen erstellt wurde, und jetzt durch den neuen Vorstand voraussichtlich eine Änderung erfährt.

Herr Fleischmann stellt den Antrag das Budget zu genehmigen und bei Änderungen bis
- 10.000,- € lediglich einen neuen Entwurf auszusenden. Nur bei Überschreitung des Limits wäre eine ao. GV einzuberufen. Dieser Antrag wird ohne Gegenstimme bei fünf Enthaltungen angenommen. Dr. Leitner weist daraufhin, dass die Überschreitung jedoch nicht das Ziel sein soll.

10. Anträge
Es wurden keine Anträge gestellt.

11. Allfälliges

· In Antwort zu einer Frage von Herrn Wingelmüller erklärt Frau Schiller, dass die Homepage des ÖBV auf professionelle Art umgestellt werden soll. Anbote müssen aber zuerst eingeholt werden. Ständige Aktualisierung wird nicht kostenlos sein. Weiters ist eine Umordnung des Sekretariats vorgesehen.

· Herr Plachetzky kündigt einen durch den BCA organisierten Sommercamp für Schüler und Junioren am Bosporus ein. Vereine werden gebeten bei Interesse sich beim BCA zu melden.

· Herr Dienstl meint, die Zulassung zu Turnieren kann nicht dem Turnierleiter oder Veranstalter aufgebürdet werden. Der ÖBV muss seiner Pflicht zu Sanktionen nachkommen. Es ist zu prüfen, ob die Statuten reichen. Ablehnungen sollte im Vorfeld durch eine Kommission geregelt sein.

· Herr Fleischmann schlägt eine Überarbeitung der Statuten vor um Konformität mit den WBF- und EBL-Statuten zu erreichen. Insbesondere sollen Verbote wie Rauchen, Doping aufgenommen werden.

· Herr Babsch meint, laut Landesgesetz darf in Sportstätten nicht geraucht werden. Jedoch wurde beim Schach trotz Nichtraucherturnier die Anerkennung durch die BSO nicht erreicht. In keinem umliegenden Land ist es gestattet, bei Turnieren zu rauchen. In Deutschland sind alle Regionalturniere rauchfrei, in den USA gibt es alle 3 Runden eine 15-minütige Unterbrechung. Der Vorstand sollte sich mit diesem Thema befassen, da dem Turnierleiter häufig durch die Veranstalter die Hände gebunden sind. Herr Plachetzky meint, das würde zur einer gewaltigen Senkung in der Anzahl der Turnierteilnehmer und in Folge zu einem Budgetzusammenbruch führen.

· Herr Kriftner erklärt, dass die EBL derzeit die Statuten aller Landesverbände prüft. Er meint, wir sollen den Bericht abwarten, ehe Änderungen vorgenommen werden.

· Herr Gänger gratuliert im Namen des NÖBV dem neuen Vorstand. Gute Zusammenarbeit und eine Besserstellung der Landesverbände seien ihm ein Anliegen.

· Herr Wingelmüller regt an, die Terminplanung für Turniere zu verbessern.

Da keine weiteren Wortmeldungen vorliegen dankt Frau Schiller allen Delegierten für ihr Erscheinen und erklärt die Generalversammlung um 13:04 Uhr für beendet.

M. Hermann 21. Februar 2002