PROTOKOLL

Sport- und Regelausschuss-Sitzung 28. Januar 2005

 

Anwesend

B. Utner, F. Babsch, T. Burg, M. Daschiel, H.-R. Grümm, M. Jerolitsch, D. Schiller, C. Terraneo

 

Entschuldigt

D. Angebrandt

 

Turnierkalender

 

Genaue Richtlinien zur Vergabe von Großturnieren mit Terminschutz werden ausgearbeitet. Prinzipien: Jedes Mitglied hat Anrecht auf ein Turnier mit Regionalschutz, etablierte Turniere mit entsprechend großer Beteiligung sollen erhalten bleiben. Für Benefizturniere wird zukünftig kein Regionalschutz mehr vergeben.

 

Der Klubausflug des BCP zusammen mit dem KBC und dem BC Burgenland nach Oberösterreich zum BCSK stellt in den Augen des SpA eine Umgehung der Terminschutzbestimmungen dar. Da bedauernswerterweise keine expliziten Sanktionen gegen solche Veranstaltungen vorgesehen sind, können wir dem Antrag des VBC auf Aberkennung des Rechts auf Meisterpunktevergabe nicht entsprechen. Den veranstaltenden Klubs werden aber entsprechende Sanktionen angedroht.

 

Österreichische Meisterschaften

 

Die Termine für die Österreichischen Meisterschaften für das Jahr 2005 wurden wie folgt festgesetzt:

 

Team: 20.-22. Mai

Mixed: 27.-28. August

Damen: 15.-16. Oktober

Offene: 12-13. November

 

Die Herrenpaarmeisterschaft wird mangels Interesse eingestellt.

 

Die Mixed-, Damen- und Offene Meisterschaft sollen im Raum Wien abgehalten werden. Die in Frage kommenden Klubs werden angeschrieben, ob Interesse an der Abhaltung vorhanden ist.

 

Wettkampfordnung

 

Der Antrag auf Angleichung der Erfordernisse für Semiforcings an jene für Absolutforcings, so wie eine Abschaffung der 28er Regel wurde abgelehnt. Die 28er Regel ist leicht und für jeden Turnierleiter exekutierbar, die Zählung von Spiel- und Defensivstichen ist zu allgemein formuliert und nicht eindeutig nachrechenbar.

 

Der Antrag auf Streichung der Bestimmung, dass die Konvention Forcing Baron zur Ansage des vollen Spiels verpflichtet, wird stattgegeben.

 

Meisterpunkteordnung

 

Die Bestimmung 3.7 der MPO (Erhöhte MPs für Hausturniere) wird wie folgt geändert:

„Für jedes regelmäßig pro Woche stattfindende Hausturnier, für das MP beantragt werden, ein Turnier mit Faktor 2, jedoch insgesamt nicht mehr als 4.“

 

Für Hausturniere mit mehr als 44 Tischen (Paaren) wird für die Vergabe von MP generell die Tabelle F mit Faktor 0,5 angewandt.

 

Es wurde beschlossen, dass Paare der Kategorie A und Treff bei Regional- und Großturnieren auch dann MP bekommen wenn sie mehr als 47 % (Treff) bzw. 45 % (A) gespielt haben.

Die Tabellen A bis F werden wie folgt erweitert:

 

 

A

B

C

D

E

F

> 51%

160

128

96

80

64

48

> 49%

120

96

72

60

48

36

> 47%

80

64

48

40

32

24

> 45%

40

32

24

20

16

12

 

 

Die Vorarlberger Klubs zahlen für Meisterpunkte, die sie bei befreundeten Deutschen Klubs erzielen, nur die  Gebühr für Inlandsmeisterpunkte.

 

 

Sonstiges

 

Änderungen zur GO des SpA. Die Zusammenlegung des SpA und Regelausschuss wird begrüßt. Die Vertretungsregelung ist OK, doch darf ein Mitglied nur ein einziges abwesendes Mitglied bei Abstimmungen vertreten. Die Teilnahme von Vorstandsmitgliedern an SpA Sitzungen ist ebenfalls in Ordnung, jedoch sollte nur ein einziges Vorstandsmitglied teilnehmen können und nicht mehrere gleichzeitig. Die Einladung zu SpA Sitzungen geht zukünftig auch an das Sektretariat und an die Präsidentin.

 

Die Genehmigung von SpA Beschlüssen durch den Vorstand trifft auf Widerstand, und mehrere Mitglieder des SpA drohen mit dem Rückzug aus dem Gremium, sollte dies bei der GV beschlossen werden. Der Vorstand des ÖBV wird gebeten, von einer solchen Bestimmung Abstand zu nehmen, da diese die Existenz des SpA überhaupt in Frage stellt. Man kann sich jedoch vorstellen, einzelne Sachthemen (z. B. Meisterpunktewesen) aus den Kompetenzen des SpA heraus zu nehmen und diese dem Vorstand zu übertragen. Bei richtungsweisenden und sportpolitischen Entscheidungen muss der Sportreferent jedoch vor der Behandlung im SpA im Vorstand Rücksprache halten um eventuelle Einwände anzuhören.

 

Beschlüsse, die der Regelausschuss in seiner Aufgabe als Oberste Nationale Instanz trifft, müssen in jedem Fall von einem eventuellen Einspruchsrecht des Vorstands ausgenommen werden. Dazu zählen:


Ø       die verbindliche Interpretation der Bridgeregeln

Ø       die Aufstellung der Wettkampfordnung

Ø       die Überprüfung von Turnierleiter- und Komitee Entscheidungen